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| Als Variante des Freeclimbings erfreut sich das Indoor-Klettern in der Kletterhalle immer größerer Beliebtheit. Die Hallen bieten sowohl Anfängern als auch ambitionierten Fortgeschrittenen vielfältige Möglichkeiten zur Ausübung des Sports. Das Klettern in der Halle ist dabei nicht so gefahrenreich wie die Variante in freier Natur. Ein großer Vorteil ist die Unabhängigkeit von Witterungsbedingungen. Dies soll jedoch nicht heißen, dass es nicht auch hier ein gewisses Gefahrenpotential gibt. Um dieses möglichst klein zu halten, muss man sich auch beim Hallenklettern an bestimmte Regeln halten. An den Kletterer werden starke physische und seelische Anforderungen gestellt. Er bekommt die Möglichkeit, an seine Grenzen zu gehen, zu Lernen mit schwierigen Situationen umzugehen. Auch die soziale Kompetenz wird gestärkt, denn sicheres Klettern funktioniert nicht ohne Teamarbeit.
Begibt sich ein Kletterer in die freie Natur, droht die Gefahr des "Versteigens", d.h. des Wählens einer Kletterroute die sich irgendwann als Sackgasse herausstellt und nicht zurückgegangen werden kann: der Kletterer hängt fest, in vielen Fällen eine lebensbedrohliche Situation! Der Wandkletterer ist stets durch eine am Boden gebliebene Person gesichert. So kann er jederzeit abbrechen und sich nach untern ablassen. Zwischen Kletterer und Sicherungspersonal muss demnach ein starkes Vertrauensverhältnis bestehen, das Sicherungspersonal muss in jedem Falle gut geschult sein.
Jede größere Stadt verfügt mittlerweile über eine Kletterhalle. In der Regel sind diese Einrichtungen zwischen 15 und 40 Metern hoch. Verschiedene Routen werden angeboten, so ist für jeden Schwierigkeitsgrad etwas dabei. An der Wand sind Griffe aus Hartkunststoff oder Holz montiert in verschiedener Form und Größe. Je kleiner der Griff desto schwieriger und anspruchsvoller die Route. Bei einfachen Routen dagegen sind die Griffstücke groß, sehr handlich und und gewährleisten auch einen sicheren Stand, so dass auch Einsteiger auf ihre Kosten kommen.
Die herkömmliche Kletterausrüstung für beim Klettern in der Kletterhalle besteht aus einem Gurt, speziellen Schuhen, einem Gerät zur Sicherung, Karabinern, einem Kletterseil und einem Magnesiabeutel. Es ist absolut unumgänglich das Anlegen des Klettergurtes und den technischen Umgang mit den Kletterutensilien zu beherrschen. Es ist daher sinnvoll zur Vorbereitung an einem Kletterkurs teilzunehmen, der in allen Kletteranlagen angeboten wird.
Neben Kletterwänden in verschiedenen Schwierigkeitsstufen werden in den Kletterhallen oftmals auch andere Möglichkeiten zum Klettern geboten. Manche Hallen verfügen über einen Hochseilgarten oder einen Kletterbaum; große Hallen bieten in der Regel alle Varianten. Beim Klettergarten, der auch "Skywalk" genannt, muss der Kletterer auf seiner zurückzulegenden Strecke mehrere verschieden schwere Hindernisse meistern. Dabei wird er mit Hilfe eines Schienensystems bewegt. |
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